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Beiträge
DER INDUSTRIE IN JOACHIMSTHAL
3. 3. 2026
Die Geschichte von Joachimsthal ist untrennbar mit dem Bergbau und dem Hüttenwesen verbunden. Neben Gruben und Schmelzhütten entstanden hier jedoch nach und nach auch andere Produktionszweige – vom Spitzenklöppeln über Handschuhmacherei und Uranfarben bis hin zur staatlichen Tabakfabrik. Die Stadt lebte über Jahrhunderte nicht nur vom Bergbau, sondern von einer vielfältigen industriellen Tätigkeit, die sich den Bedürfnissen der Bewohner und den Veränderungen der Zeit anpasste.
WAPPEN, NAME UND SCHUTZPATRONE DER STADT
3. 3. 2026
Das Wappen von Joachimsthal, sein Name und die Wahl seiner Patrone sind kein Zufall. Sie spiegeln die politischen Verhältnisse des 16. Jahrhunderts, die bergmännische Tradition sowie die geistige Verankerung der Stadt wider. Vom Familienwappen der Schlik über königliche Symbole bis zu den Gestalten des heiligen Joachim und der heiligen Anna bildet alles ein durchdachtes Ganzes, das sich bis heute erhalten hat.
WUNDER DER JUNGFRAU MARIA AUF MARIÁNSKÁ (MARIA-SORG)
3. 3. 2026
Erhörte Gebete, erlangt durch die Fürsprache der heiligen Mutter Gottes von Mariánská. Gesammelt vom Kapuzinerpater Franziskus Seraph in Joachimsthal im Jahre 1902.
Im Büchlein wird häufig das Wort „verloben“ verwendet. In diesem Zusammenhang bedeutet es nicht nur „sich verloben“, sondern im geistlichen Sinn ein Gelübde ablegen, etwas versprechen oder eine Wallfahrt als Dank oder Bitte zusagen.
SCHULWESEN IN JOACHIMSTHAL
3. 3. 2026
Die Geschichte des Schulwesens in Joachimsthal reicht bis in die Anfänge der Stadt im 16. Jahrhundert zurück. Von der berühmten Lateinschule über die erste Bergschule der Welt bis hin zur modernen Grundschule entwickelte sich hier über Jahrhunderte ein Bildungswesen, das weit über die Grenzen der Region hinaus Bedeutung erlangte.
BÄCHE VON JOACHIMSTHAL
3. 3. 2026
Die Benennung der Bäche im Raum Joachimsthal ist seit Jahrhunderten uneinheitlich. Historische Karten, moderne Online-Portale und amtliche Institutionen verwenden teils unterschiedliche Bezeichnungen. Dennoch lässt sich die hydrologische Struktur der wichtigsten Wasserläufe klar beschreiben.
ÜBERRESTE VON JOACHIM ANDREAS VON SCHLIK
3. 3. 2026
Joachim Andreas von Schlik, einer der führenden Vertreter des böhmischen Ständeaufstands, wurde 1621 auf dem Altstädter Ring in Prag hingerichtet. Das Schicksal seiner sterblichen Überreste – vom öffentlichen Pranger über wiederholte Überführungen bis zur endgültigen Beisetzung in der Familiengruft – spiegelt die dramatischen politischen Umbrüche des 17. Jahrhunderts wider.
PRÄGUNG UND MÜNZMEISTER
3. 3. 2026
Die Münzprägung war in der frühen Neuzeit ein technisch anspruchsvoller und streng kontrollierter Prozess, an dem in großen Münzstätten bis zu zweihundert Personen beteiligt waren. Auch in Joachimsthal entwickelte sich die Münzstätte zu einem hochorganisierten Betrieb, dessen Produkte – insbesondere die Taler – europäische Bedeutung erlangten.
GRÜNDERVÄTER
3. 3. 2026
So wie die Vereinigten Staaten ihre „Founding Fathers“ haben, hatte auch Joachimsthal seine Gründerväter. Neben dem bekannten Geschlecht der Schlik standen weitere Persönlichkeiten, die Entstehung, Organisation und Stabilisierung der Stadt entscheidend prägten. Ohne diese fünf Männer wäre Joachimsthal möglicherweise weder gegründet worden noch hätte es seinen außergewöhnlichen Aufstieg erlebt.
RECHTSSYSTEM
3. 3. 2026
Im 16. bis 18. Jahrhundert war Joachimsthal nicht nur eine bedeutende Bergstadt, sondern auch ein außergewöhnlicher Rechtsraum, in dem sich drei unterschiedliche Rechtssysteme überlagerten: das Magdeburger Stadtrecht, das eigenständige Bergrecht und das Blutgerichtsbarkeit. Gerade diese Kombination machte die Stadt zu einem bemerkenswert funktionierenden juristischen Organismus, der weit über die Region hinaus Bedeutung erlangte.
EISENBAHN SCHLACKENWERTH (OSTROV) – JOACHIMSTHAL (JÁCHYMOV)
3. 3. 2026
Die Lokalbahn von Schlackenwerth nach Joachimsthal gehörte zu den technisch anspruchsvollsten Gebirgsstrecken ihrer Zeit. Mit extremen Steigungen, dem kürzesten Eisenbahntunnel des heutigen Tschechiens und einem schwierigen Betrieb prägte sie über sechs Jahrzehnte die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Ihre Geschichte ist untrennbar mit Bergbau, Industrie, Kurbetrieb und politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts verbunden.


