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Willkommen auf der Webseite meiner Heimatstadt – St. Joachimsthal

Ecce, florent valles cum Evangelio
(Seht, die blühenden Täler mit dem Evangelium)
Johannes Mathesius
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"Die Geschichte des Bergbaues ist mit der Geschichte des Landes so innig verwebt, dass es unmöglich ist, sie zu trennen; ja es ist gewiss, dass der reiche Bergsegen dieses Landes, der in ganz Europa erschollen war, viel dazu beigetragen..."
Graf Kaspar Sternberg - Umrisse einer Geschichte der böhmischen Bergwerke
Joachimsthal wird zur Grundlage der Kurbehandlung, die von Patienten aus der ganzen Welt genutzt wird, aber auch zu einem Wallfahrtsort, der für seine Geschichte, architektonischen Kleinode und Naturschönheiten bekannt ist.
Marie Curie - Sklodowska, 1925
WICHTIGER HINWEIS
Als Autor dieser Webseite bin ich weder am Betrieb der Stadt noch der Kurbetriebe oder der Bergwerke beteiligt. Daher kann ich Ihnen weder Besichtigungen der Bergwerke noch Kuraufenthalte organisieren und auch keine Auskünfte über die Tätigkeit des Stadtamtes oder einzelner städtischer Organisationen erteilen.
Ich bin außerdem kein offizieller und auch kein ausgebildeter Historiker. Sämtliche Artikel spiegeln daher meine persönliche Sichtweise auf die jeweilige Thematik wider.
Herzlich willkommen auf der Website über meine Heimatstadt - Joachimsthal (Jáchymov).
Die Stadt Jáchymov ist ein wunderbarer Ort. Auf der einen Seite finden wir hier Zeugnisse geologischen und menschlichen Reichtums und eine wunderschöne Landschaft, auf der anderen Seite Zeichen des Verfalls, der Zerstörung und eine durch menschliche Aktivität, Rücksichtslosigkeit, Sorglosigkeit und den allgegenwärtigen Mammon ruinierte Landschaft. Im Fall von Joachimsthal ist es aber vor allem der Erzabbau.
Der gelegentliche Besucher wird wahrscheinlich von einem der lokalen Kontraste angezogen. Das präzise reparierte Kurviertel und auf der anderen Seite die verwüstete und damit verkommene Oberstadt. Allerdings sind hier fast alle historischen Denkmäler konzentriert. Doch wenn der Besucher ein Auge zudrückt und seine Vorstellungskraft einsetzt, kann er nicht nur die Gebäude sehen, sondern auch eine Art Fluidum, das die Stadt umhüllt. Eine Stadt, in der die Vergangenheit und die Gegenwart verschmelzen.
Jáchymov ist eine Stadt, die ich liebe und auf die ich stolz bin. Sie werden vielleicht argumentieren wollen, dass da nichts dran ist, dass es nur ein Ort ist, an dem sich nicht einmal Füchse gute Nacht sagen, dass es nur Bäder gibt und sonst nichts. Ich hoffe, ich kann Sie davon überzeugen, dass dies nicht der Fall ist.
Nur fürs Protokoll: Der tschechische Name des Erzgebirges "Krušné hory" kommt nicht daher, dass das Leben hier etva besonders rau wäre ("krušný" - herb, schwer zu ertrangen). Der Name verweist auf die reiche Bergbautradition dieser Berge. In der Vergangenheit bedeutete das Zeitwort "krušiti" abbauen. Auf Deutsch heißt das Gebirge Erzgebirge - Rotes Gebirge. Darüber hinaus zeugen viele Namen von Städten, Orten und Bergen vom Bergbau in dem einstmals am dichtesten besiedelten Gebirge Europas. Zum Beispiel Gottes Gab, Seifen, Kupfberg, Keilberg, Špičák, Cínovec. Jahrhunderts war es das am dichtesten besiedelte Gebirge der Welt.
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Vielen Dank an Frau M.M.Šechtlová für die Erlaubnis, Fotos aus dem Atelier Šechtl-Voseček zu verwenden und an Herrn Mgr. V. Vojíř für die Bereitstellung von Fotos des zeitgenössischen Joachimsthal. Sowie viele andere, die selbstlos ihre Arbeiten oder Erinnerungen für die Bedürfnisse dieser Website zur Verfügung gestellt haben.
Wenn Sie Bilder von Joachimsthal aus der Vergangenheit oder Gegenwart haben und diese präsentieren möchten, gebe ich Ihnen gerne Raum. Ein Link zu Ihrer Seite in Ihrem eigenen Ordner ist selbstverständlich.
VILLA MAYER – HOTEL PANORAMA
10. 9. 2026
Am Hang oberhalb von Jáchymov steht ein Haus, das in fast hundert Jahren mehrmals seinen Namen geändert hat, dessen charakteristische Silhouette jedoch erhalten geblieben ist. Die Villa von Raimund Mayer, später Hotel Mayer und heute Hotel Panorama, entstand 1929 nach einem Entwurf von Franz Rehn. Die kleine Villa mit ihrem markanten Ecktürmchen wurde bald zu einem Hotel und zu einem Teil des Lebens im hiesigen Kurviertel. Ihre Geschichte ist jedoch nicht nur mit Unterkunft und Ausblicken auf die Stadt verbunden, sondern auch mit dem Ort, an dem sie steht – in der Nähe der ehemaligen Hinrichtungsstätte von Jáchymov und des Weges zum Dívčí skok.
VOM ERZ ZUR MÜNZE – zweiter Teil
6. 9. 2026
Ein Silberbarren war noch lange keine Münze. Bevor er sich in einen Taler verwandelte, musste er die Kontrolle des Feingehalts, die Erfassung und Dokumentation, das erneute Einschmelzen, Gießen, Schmieden oder Walzen und schließlich das Ausschneiden der einzelnen Schrötlinge durchlaufen. Auf diesem Weg waren weitere Spezialisten beteiligt – vom Wardein und Münzmeister bis zum Stempelschneider, Münzer und Medailleur. Was geschah also alles zwischen der Hütte und der fertigen Münze?
VOM ERZ ZUR MÜNZE – erster Teil
6. 9. 2026
Bevor aus Silbererz der berühmte Joachimsthaler wurde, musste es durch die Hände dutzender Menschen gehen. Vom Prospektor und den Bergleuten über Hüttenleute und Probierer bis hin zu den Meistern, die über die weitere Verarbeitung des Metalls entschieden. Die Joachimsthaler Münzstätte war dabei keineswegs nur eine gewöhnliche Werkstatt, sondern ein komplexer Betrieb, in dem handwerkliche Produktion und behördliche Verwaltung miteinander verbunden waren. Wie sah also der Weg des Silbers vom Untergrund bis zum Metallbarren aus?
WIE MAN IM JAHR 1520 EIN HAUS IN JÁCHYMOV BAUTE
18. 6. 2026
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts erlebte Jáchymov eine außergewöhnliche Veränderung. In das enge Tal unterhalb des Erzgebirges kamen Bergleute, Handwerker, Händler und Unternehmer, die hier neue Möglichkeiten suchten. Der Silberrausch brachte ein enormes Bevölkerungswachstum mit sich – und damit den Bedarf an neuen Häusern. Dennoch entstand hier keine ungeordnete Siedlung aus provisorischen Bauten. Die erhaltenen städtischen Statuten zeigen, dass ein neues Haus nach genau festgelegten Regeln errichtet wurde, die nicht nur seinen Besitzer und die Nachbarn schützten, sondern vor allem das Funktionieren der gesamten Bergstadt sicherstellten.
HATTE DER KEILBERG EINEN EIGENEN GLETSCHER?
18. 6. 2026
Der höchste Berg des Erzgebirges verbirgt möglicherweise eine der interessantesten Spuren einer längst vergangenen Zeit. Tief in den Wäldern unterhalb des Keilbergs befindet sich eine unscheinbare Geländeform, die seit fast hundert Jahren die Frage aufwirft, ob hier während der letzten Eiszeit tatsächlich ein kleiner Gebirgsgletscher existierte. Eine eindeutige Antwort gibt es bis heute nicht. Sicher ist jedoch, dass diese Landschaft von Kräften geformt wurde, die wir uns im heutigen gemäßigten Klima des Erzgebirges nur schwer vorstellen können.







