BEDEUTENDE HÄUSER DER STADT
Beiträge
WIE MAN IM JAHR 1520 EIN HAUS IN JÁCHYMOV BAUTE
18. 6. 2026
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts erlebte Jáchymov eine außergewöhnliche Veränderung. In das enge Tal unterhalb des Erzgebirges kamen Bergleute, Handwerker, Händler und Unternehmer, die hier neue Möglichkeiten suchten. Der Silberrausch brachte ein enormes Bevölkerungswachstum mit sich – und damit den Bedarf an neuen Häusern. Dennoch entstand hier keine ungeordnete Siedlung aus provisorischen Bauten. Die erhaltenen städtischen Statuten zeigen, dass ein neues Haus nach genau festgelegten Regeln errichtet wurde, die nicht nur seinen Besitzer und die Nachbarn schützten, sondern vor allem das Funktionieren der gesamten Bergstadt sicherstellten.
HAUS NR. 21 (URSPRÜNGLICH NR. 71)
14. 6. 2026
An der oberen Seite des Platzes der Republik in der Nähe der Münzstätte steht eines der bedeutenden Zeugnisse der historischen bürgerlichen Bebauung von Jáchymov. Das Eckhaus Nr. 21, ursprünglich als Haus Nr. 71 bezeichnet, schließt sowohl den Platzraum als auch die anschließende Straßenzeile ab. Hinter seiner spätbarocken Fassade verbirgt sich bis heute ein wesentlich älterer Renaissancebau aus der Zeit der größten Blüte der Bergstadt.
HAUS NR. 8 – SCHLIK-HAUS
1. 3. 2026
Haus Nr. 8, bekannt als Schlik-Haus, zählt zu den bedeutendsten gotisch-renaissancezeitlichen Bauten in Jáchymov. Obwohl es Teil eines städtebaulich und architekturgeschichtlich einzigartigen Ensembles von gesamteuropäischer Bedeutung ist, befindet sich das Gebäude heute in einem kritischen baulichen Zustand.
HAUS NR. 495
1. 3. 2026
Nr. 495 am Hornické náměstí gehörte um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zu den lebendigen Gastbetrieben der Stadt. Seine Geschichte führte jedoch von einer Gartenwirtschaft mit Kegelbahn über ein verfallendes Gebäude bis hin zum Abriss im Jahr 1987.
HAUS NR. 133
28. 2. 2026
Das Haus Nr. 133 gehört zur ältesten Bebauungsschicht Jáchymovs. Das Gebäude mit gotischem Keller, einem Portal aus der Werkstatt Jörgs von Bamberg und erhaltener historischer Raumstruktur wird heute sensibel im Geist der Renaissance rekonstruiert.
HAUS NR. 273 – DAS ROTE HAUS
28. 2. 2026
Das unscheinbare Haus Nr. 273 am Náměstí Republiky verbirgt eine überraschend bedeutende Geschichte. Gerade hier wurde nach der Rekatholisierung der Stadt die Gnadenstatue der Jungfrau Maria entdeckt, die später im Kloster Mariánská verehrt wurde und sich heute in der Kirche St. Joachim befindet.
PATRIZIERHAUS NR. 146
28. 2. 2026
Das Haus Nr. 146 gehört zu den am besten erhaltenen Renaissancehäusern in Jáchymov. Es entstand spätestens im Jahr 1555, wie die Datierung am Portal mit den Initialen des Bauherrn Hans Pock belegt. Eine besondere Rarität sind die originalen Renaissance-Dachstühle, die beweisen, dass das Gebäude selbst beim verheerenden Stadtbrand von 1873 nicht ausbrannte.
PATRIZIERHAUS NR. 4
28. 2. 2026
Das Renaissancehaus aus der Frühzeit der Stadt um 1520 mit Nischenportal, reich geschnitztem Tor von 1700 und erhaltenem renaissancezeitlichem bemaltem Balkendeckenabschluss zählt zu den wertvollsten Bürgerhäusern Jáchymovs. Das Gebäude befand sich im Besitz von Wilhelm von Rosenberg und Peter Wok von Rosenberg.
PATRIZIERHAUS NR. 134
28. 2. 2026
Das Haus Nr. 134 im oberen Teil des Náměstí Republiky gehört zu den ältesten Gebäuden Jáchymovs. Das ursprünglich dreigeschossige Gebäude mit Braurecht und bedeutendem Bergwerksanteil bewahrt bis heute Fragmente des Hinterhauses sowie zahlreiche bauliche Details, die von seiner einstigen Bedeutung zeugen.
MÜNZMEISTERHAUS
28. 2. 2026
Das repräsentative Wohnhaus der schlickschen und später königlichen Münzmeister aus den Jahren 1534–1536 gehörte zu den bedeutendsten Gebäuden Jáchymovs. Obwohl es mehrere verheerende Brände überstand, verfiel es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und wurde schließlich abgebrochen. Erhalten blieben lediglich die Keller und Fragmente architektonischer Elemente.


