BEDEUTENDE HÄUSER DER STADT
Beiträge
HAUS NR. 2
21. 9. 2026
Das Haus Nr. 2 in Jáchymov gehört zu den bedeutendsten erhaltenen Zeugnissen der ursprünglichen Stadtbebauung des 16. Jahrhunderts. Sein heutiges Erscheinungsbild vereint mehrere Bauphasen – von spätgotischen und Renaissance-Konstruktionen über barocke Umbauten bis hin zu Eingriffen des 19. und 20. Jahrhunderts. Obwohl das Haus im Laufe der Jahrhunderte wiederholt umgebaut wurde, hat es zahlreiche wertvolle historische Elemente bewahrt, insbesondere seine Grundrissstruktur, gewölbte Räume und Teile der historischen Konstruktion. Die ausführliche bauhistorische Untersuchung aus dem Jahr 1994 ermöglicht einen Blick unter die heutige Oberfläche des Hauses und zeigt, wie sich seine Gestalt im Laufe der Jahrhunderte gemeinsam mit der Entwicklung Jáchymovs allmählich verändert hat.
VILA CHROMY
17. 9. 2026
Noch vor dem Ersten Weltkrieg begann an den Hängen oberhalb des Jáchymover Bahnhofs ein neues Villenviertel zu entstehen. Zu den ersten Häusern gehörte die Villa Chromý – eine repräsentative Pension, die der Braumeister der Bürgerlichen Brauerei, Johann Chromý, nach den Plänen von Franz Rehn errichten ließ. Das Haus sollte Kurgästen als Unterkunft dienen, doch heute setzt sich seine Geschichte auf ganz andere Weise fort. Nach mehr als hundert Jahren wartet die Villa Chromý auf ihre nächste Zukunft.
VILLA MAYER – HOTEL PANORAMA
10. 9. 2026
Am Hang oberhalb von Jáchymov steht ein Haus, das in fast hundert Jahren mehrmals seinen Namen geändert hat, dessen charakteristische Silhouette jedoch erhalten geblieben ist. Die Villa von Raimund Mayer, später Hotel Mayer und heute Hotel Panorama, entstand 1929 nach einem Entwurf von Franz Rehn. Die kleine Villa mit ihrem markanten Ecktürmchen wurde bald zu einem Hotel und zu einem Teil des Lebens im hiesigen Kurviertel. Ihre Geschichte ist jedoch nicht nur mit Unterkunft und Ausblicken auf die Stadt verbunden, sondern auch mit dem Ort, an dem sie steht – in der Nähe der ehemaligen Hinrichtungsstätte von Jáchymov und des Weges zum Dívčí skok.
WIE MAN IM JAHR 1520 EIN HAUS IN JÁCHYMOV BAUTE
18. 6. 2026
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts erlebte Jáchymov eine außergewöhnliche Veränderung. In das enge Tal unterhalb des Erzgebirges kamen Bergleute, Handwerker, Händler und Unternehmer, die hier neue Möglichkeiten suchten. Der Silberrausch brachte ein enormes Bevölkerungswachstum mit sich – und damit den Bedarf an neuen Häusern. Dennoch entstand hier keine ungeordnete Siedlung aus provisorischen Bauten. Die erhaltenen städtischen Statuten zeigen, dass ein neues Haus nach genau festgelegten Regeln errichtet wurde, die nicht nur seinen Besitzer und die Nachbarn schützten, sondern vor allem das Funktionieren der gesamten Bergstadt sicherstellten.
HAUS NR. 21 (URSPRÜNGLICH NR. 71)
14. 6. 2026
An der oberen Seite des Platzes der Republik in der Nähe der Münzstätte steht eines der bedeutenden Zeugnisse der historischen bürgerlichen Bebauung von Jáchymov. Das Eckhaus Nr. 21, ursprünglich als Haus Nr. 71 bezeichnet, schließt sowohl den Platzraum als auch die anschließende Straßenzeile ab. Hinter seiner spätbarocken Fassade verbirgt sich bis heute ein wesentlich älterer Renaissancebau aus der Zeit der größten Blüte der Bergstadt.
HAUS NR. 8 – SCHLIK-HAUS
1. 3. 2026
Haus Nr. 8, bekannt als Schlik-Haus, zählt zu den bedeutendsten gotisch-renaissancezeitlichen Bauten in Jáchymov. Obwohl es Teil eines städtebaulich und architekturgeschichtlich einzigartigen Ensembles von gesamteuropäischer Bedeutung ist, befindet sich das Gebäude heute in einem kritischen baulichen Zustand.
HAUS NR. 495
1. 3. 2026
Nr. 495 am Hornické náměstí gehörte um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zu den lebendigen Gastbetrieben der Stadt. Seine Geschichte führte jedoch von einer Gartenwirtschaft mit Kegelbahn über ein verfallendes Gebäude bis hin zum Abriss im Jahr 1987.
HAUS NR. 133
28. 2. 2026
Das Haus Nr. 133 gehört zur ältesten Bebauungsschicht Jáchymovs. Das Gebäude mit gotischem Keller, einem Portal aus der Werkstatt Jörgs von Bamberg und erhaltener historischer Raumstruktur wird heute sensibel im Geist der Renaissance rekonstruiert.
HAUS NR. 273 – DAS ROTE HAUS
28. 2. 2026
Das unscheinbare Haus Nr. 273 am Náměstí Republiky verbirgt eine überraschend bedeutende Geschichte. Gerade hier wurde nach der Rekatholisierung der Stadt die Gnadenstatue der Jungfrau Maria entdeckt, die später im Kloster Mariánská verehrt wurde und sich heute in der Kirche St. Joachim befindet.
PATRIZIERHAUS NR. 146
28. 2. 2026
Das Haus Nr. 146 gehört zu den am besten erhaltenen Renaissancehäusern in Jáchymov. Es entstand spätestens im Jahr 1555, wie die Datierung am Portal mit den Initialen des Bauherrn Hans Pock belegt. Eine besondere Rarität sind die originalen Renaissance-Dachstühle, die beweisen, dass das Gebäude selbst beim verheerenden Stadtbrand von 1873 nicht ausbrannte.


