PATRIZIERHAUS NR. 18
Einleitung
Die Geschichte des Hauses Nr. 18 beginnt kurz nach 1516 mit der Gründung der Stadt im Zusammenhang mit dem Silberbergbau. Das Grundstück wurde im Rahmen der regelmäßig angelegten Stadtstruktur ausgewiesen, die im Stadtkern bis heute ablesbar ist.
Renaissancekern
Im 16. Jahrhundert entsprach das Haus dem Typus eines Renaissance-Bürgerhauses mit Geschäftsräumen im Erdgeschoss, einer Durchfahrt in den Hof und Wohnräumen im Obergeschoss. Diese funktionale Kombination war für die Bergstadt charakteristisch.
Barock und Klassizismus
Im 17. und 18. Jahrhundert wurde das Gebäude barock umgestaltet. Später erhielt die Fassade eine klassizistische Prägung mit betonter Regelmäßigkeit und klarer Proportion. Die heutige Erscheinung geht auf diese spätklassizistische Phase zurück.
Tischlerarbeiten des 19. Jahrhunderts
Erhalten sind wertvolle Tür- und Torfüllungen mit reicher Schnitzerei. Ihre Datierung wird in das 19. Jahrhundert gelegt, möglicherweise mit älterem Kern. Trotz späterer Beschädigungen stellen sie ein bedeutendes handwerkliches Zeugnis dar.
Zwanzigstes Jahrhundert
Im 20. Jahrhundert diente das Haus weiterhin Wohn- und Geschäftszwecken. In den 1930er Jahren wurden die Fenster ausgetauscht, ohne die ursprünglichen Öffnungen zu verändern. Diese Maßnahme gilt als letzte bedeutende historische Bauphase des Gebäudes.
Denkmalwert
Haus Nr. 18 dokumentiert anschaulich die kontinuierliche bauliche Entwicklung eines Bürgerhauses über mehrere Jahrhunderte und bewahrt die Lesbarkeit seiner historischen Schichten.


