STATUE DES HEILIGEN JOHANNES VON NEPOMUK

Die Sandsteinstatue des damals neuen Heiligen Johannes von Nepomuk, der am 19. März 1729 heiliggesprochen wurde, stammt aus dem Jahr 1730 und wurde vom Ostrover Bildhauer Zeidler geschaffen. Das Werk ist etwa in Dreiviertel-Lebensgröße ausgeführt, wobei die Gesamthöhe einschließlich Sockel rund vier Meter beträgt. Ursprünglich stand die Statue auf einer kleinen Brücke der Straße nach Boží Dar, an der Stelle, wo die Straße einen der Jáchymover Bäche überquerte. Diese Brücke wurde bei Geländeregulierungen im 19. Jahrhundert abgebrochen, als die Wasserläufe der Stadt unterirdisch geführt wurden. Die Statue war ursprünglich polychrom gefasst, und Reste der Farbigkeit sind bis heute sichtbar.
Die Darstellung des Heiligen entspricht dem Vorbild der Statue von Jan Brokoff, die zu einem typischen ikonographischen Modell wurde. Der Heilige ist als Priester in Rochett und mit Birett dargestellt; in der linken Hand hält er ein Kruzifix an der Brust, das er mit der rechten Hand stützt. Die Statue steht auf einer niedrigen dreiseitigen prismatischen Basis mit konkav geschwungenen Seiten. Ursprünglich besaß sie auch einen Heiligenschein mit fünf Sternen. Dieses typische Attribut ist insofern bemerkenswert, als Sterne um den Kopf sonst vor allem mit der Darstellung der Jungfrau Maria verbunden sind.
Die Statue mit ihrer Basis steht auf einem hohen dreiseitigen profilierten Sockel mit konkav geschwungenen Seiten, der mit einfachen geometrischen Rahmen verziert ist. Der Sockel ruht auf zwei Granitstufen mit abgeschrägten Oberkanten in dreieckigem Grundriss.


