GEDENKTAFEL FÜR JOHANNES MATHESIUS AN DER ERLÖSERKIRCHE

Einleitung
An der Fassade der Erlöserkirche ist eine steinerne Gedenktafel angebracht, die an Johannes Mathesius erinnert. Der bedeutende lutherische Theologe, Prediger und Chronist der Stadt gehörte zum engeren Kreis der Reformation und war ein Freund und Mitstreiter Martin Luthers. Die Tafel hebt sowohl seine Tätigkeit in Joachimsthal als auch seine Herkunft aus Rochlitz in Sachsen hervor.
Geschichte
Johannes Mathesius wurde am 24. Juni 1504 in Rochlitz in Sachsen geboren. Nach seinen Studien und seiner Tätigkeit im Umfeld der Reformation kam er nach Joachimsthal, wo er als Pfarrer wirkte und zu einer prägenden geistlichen Persönlichkeit der Stadt wurde. Er starb am 7. Oktober 1565 in Joachimsthal.
Im Jahr 1965, anlässlich des 400. Todestages, wurde die Gedenktafel an der Erlöserkirche angebracht. Laut Inschrift wurde sie von seiner Heimatgemeinde gestiftet. In der politischen Situation der 1960er Jahre stellte diese Geste zugleich ein bemerkenswertes Zeichen kultureller Verbundenheit zwischen Städten im damaligen Ostblock dar.
Beschreibung
Die Tafel besteht aus rötlichem Stein und trägt eine eingravierte deutsche Inschrift. Sie bezeichnet Mathesius als „Mitgenossen und Freund Martin Luthers“, nennt sein Geburts- und Sterbedatum sowie seine Funktion als „Pfarrer in Joachimsthal“. Abschließend verweist der Text auf die Stiftung der Tafel zum 400. Todestag durch seine Heimatgemeinde.
Die Gestaltung ist schlicht und konzentriert sich vollständig auf die textliche Aussage ohne bildliche Darstellung.
Restaurierung
Die Gedenktafel ist in gutem Zustand erhalten und bildet ein wichtiges Zeugnis der historischen Erinnerung. Sie erinnert nicht nur an Johannes Mathesius selbst, sondern auch an die langfristigen kulturellen Verbindungen zwischen Joachimsthal und Rochlitz.


