GEDENKTAFEL FÜR JOHANNES MATHESIUS AM RATHAUS IN JÁCHYMOV
Einleitung
An der Fassade des Rathauses in Jáchymov ist eine Gedenktafel angebracht, die an Johannes Mathesius erinnert, einen bedeutenden lutherischen Theologen, Prediger und Chronisten der Stadt. Obwohl er aus Rochlitz in Sachsen stammte, ist sein Name eng mit der Blütezeit Jáchymovs im 16. Jahrhundert verbunden. Die Tafel wurde im Jahr 1874 als Ausdruck der Wertschätzung für sein Wirken angebracht.
Geschichte
Johannes Mathesius wirkte in Jáchymov als Prediger in einer Zeit, als die Stadt zu den bedeutendsten Bergbauzentren Mitteleuropas gehörte. Neben seiner geistlichen Tätigkeit widmete er sich auch schriftstellerischer und chronistischer Arbeit. Seine Schriften stellen eine wertvolle Quelle zur Erforschung der religiösen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse der damaligen Stadt dar.
Im 19. Jahrhundert, als historische Persönlichkeiten der Region neu gewürdigt wurden, entschied man sich zur Anbringung einer Gedenktafel am Rathaus. Die deutschsprachige Inschrift erinnert an seine Herkunft sowie an seine Tätigkeit in Jáchymov. Die Jahreszahl 1874 auf der Tafel bezeichnet das Jahr ihrer Entstehung, nicht die Lebenszeit von Mathesius.
Beschreibung
Die Tafel ist aus Stein gefertigt, rechteckig und mit einer reliefierten deutschen Inschrift versehen. Im oberen Teil steht die Widmung „Dem Andenken“, gefolgt von der Bezeichnung „des Gottesgelehrten Johannes Mathesius“ sowie dem Hinweis auf seine Herkunft „aus Rochlitz in Sachsen“. Der Text erinnert an sein Wirken in Jáchymov und endet mit der Jahreszahl 1874.
Nach der Renovierung der Fassade war die Tafel zeitweise verschmutzt und wirkte optisch beeinträchtigt. Inzwischen wurde sie jedoch gereinigt, wodurch sich ihre Lesbarkeit verbessert hat.
Restaurierung
Die Gedenktafel befindet sich weiterhin an ihrem ursprünglichen Standort am Rathaus. Ihre Erhaltung trägt zur Erinnerung an eine bedeutende Persönlichkeit der geistigen und kulturellen Geschichte Jáchymovs bei. Eine regelmäßige Pflege ist wichtig, um ihre Lesbarkeit und ihren historischen Wert langfristig zu sichern.


