GEDENKSTÄTTE FÜR DIE ZU TODE GEQUÄLTEN POLITISCHEN GEFANGENEN

Einleitung
Die Gedenkstätte liegt im neueren Abschnitt des Stadtfriedhofs, der durch ein Metallgitter vom Hauptteil getrennt ist. Dieser Bereich diente ursprünglich als evangelischer und Kinderfriedhof. Obwohl er als „neuer Friedhof“ bezeichnet wird, befindet er sich paradoxerweise in einem schlechteren und vernachlässigteren Zustand als der ältere Teil der Anlage.
Entstehung
Am 16. Mai 1990 besuchte der föderale Innenminister Richard Sachr die Stadt Jáchymov. Auf seine Anregung richtete die örtliche Organisation der Tschechoslowakischen Volkspartei eine ursprüngliche Gedenkstätte für einen unbekannten politischen Gefangenen ein. Der Jáchymover Pfarrer František Krásenský weihte den Ort am 31. Mai 1990. Anschließend wurde in der Kirche St. Joachim eine Messe für die Opfer unter den politischen Gefangenen gefeiert.
Heutige Gestalt
Auf Initiative der Konföderation politischer Gefangener wurde die Gedenkstätte später zu einem symbolischen Grab aller Opfer des Terrors in den Uranbergwerken in den Jahren 1950–1960 umgestaltet. Heute erinnert sie an den weiteren Kreis der Opfer der Zwangsarbeit in der Zeit der härtesten Repressionen.
Inschrift:
GRAB DER GEFANGENEN
ZU TODE GEQUÄLT
IN DEN JÁCHYMOVER
BERGWERKEN
1950–1960


