DENKMAL FÜR DIE OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS UND DES TODESMARSCHES IN JÁCHYMOV

Einleitung
Das Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus und des Todesmarsches befindet sich bei der Kirche Allerheiligen in Jáchymov. Es steht an einem Ort, an dem sich ursprünglich ein Bergmannsspital befand, und erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Besatzung sowie an Häftlinge, die 1945 auf einem Todesmarsch durch die Nähe der Stadt geführt wurden.
Geschichte
Im Frühjahr 1945 wurden Häftlinge aus geräumten Konzentrationslagern auf sogenannte Todesmärsche gezwungen. Diese Märsche waren von Hunger, Erschöpfung und Gewalt geprägt. Viele Gefangene überlebten die Strapazen nicht. Auch in der Umgebung von Jáchymov kam es zu Todesfällen im Zusammenhang mit diesen Transporten.
Nach dem Krieg entstand das Bedürfnis, die Opfer würdig zu erinnern. Die Wahl des Standortes bei der Allerheiligenkirche steht in symbolischem Zusammenhang mit der früheren Funktion des Ortes als Spital.
Beschreibung
Die Gedenkstätte befindet sich in unmittelbarer Nähe der Kirche und ist schlicht und würdevoll gestaltet. Sie verbindet den sakralen Raum mit dem Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Der Ort erinnert sowohl an konkrete menschliche Schicksale als auch an das allgemeine Leid der letzten Kriegsmonate.
Restaurierung
Die Gedenkstätte wird als Ort des stillen Gedenkens gepflegt und dient bei Gedenkveranstaltungen zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus und der Todesmärsche.


