DENKMAL DES PREUSSISCH-ÖSTERREICHISCHEN KRIEGES IN JÁCHYMOV

Einleitung
Das Denkmal des preußisch-österreichischen Krieges wurde 1899 in Jáchymov enthüllt. Es erinnerte an die Bürger der Stadt und der umliegenden Ortschaften, die im Krieg von 1866 gefallen waren. Der Bildhauer Karl Wilfert der Ältere aus Cheb schuf das Monument, das aus einer öffentlichen Sammlung des örtlichen Veteranenvereins finanziert wurde.
Geschichte
Der Krieg von 1866 führte zu einer grundlegenden Veränderung der Machtverhältnisse in Mitteleuropa. Auch aus Jáchymov und seinen Ortsteilen stammten Gefallene. Mehr als drei Jahrzehnte nach Kriegsende entschloss sich der örtliche Veteranenverein, ihnen ein würdiges Denkmal zu setzen. Nach der Gründung der Tschechoslowakei wurde das Monument jedoch zunehmend als Symbol der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie wahrgenommen. Auf Grundlage gesetzlicher Bestimmungen zur Entfernung monarchischer Symbole wurde es im Jahr 1924 demontiert. Heute befindet sich an dieser Stelle das Denkmal „Neue Geschichte“.
Beschreibung
Das Denkmal bestand aus einem hohen prismatischen Sockel. An dessen Seiten waren rotbraune Marmortafeln mit den Namen der gefallenen Bürger von Jáchymov und der umliegenden Ortschaften angebracht.
Auf dem Sockel stand eine allegorische Figurengruppe: eine weibliche Gestalt als Symbol Österreichs und ein sterbender Soldat. Die allegorische Figur stützte sich mit der rechten Hand auf einen Schild mit dem österreichischen Adler und hielt in der linken Hand einen Lorbeerkranz über dem Kopf des sterbenden Soldaten. Die Komposition entsprach der repräsentativen Denkmalkunst des späten 19. Jahrhunderts.
Restaurierung
Nach seiner Entfernung wurde das Denkmal nicht wiedererrichtet. Seine Gestalt ist heute nur noch durch historische Fotografien und schriftliche Quellen überliefert. Der heutige Zustand des Ortes spiegelt eine veränderte historische Erinnerungskultur wider.


