BURG FREUDENSTEIN
Einleitung
Etwa einen Kilometer westlich der Stadt erheben sich auf dem Schlossberg die Reste der Burg Freudenstein. Sie wurde nach den Plänen des Baumeisters Jan Münnich aus dem Geschlecht der Schlik parallel zur Entwicklung der Stadt errichtet. Der Bau begann 1517 und wurde 1523 vollendet.
Geschichte
Bereits 1525 wurde die Burg während des Bergarbeiteraufstandes erobert. Später diente sie als Sitz der Berghauptleute. Nach der Schmalkaldischen Krieg verlor die Familie Schlik 1548 die Stadt, und die Burg ging in königlichen Besitz über. Ihre Zerstörung brachte der Dreißigjährige Krieg. 1634 wurde sie durch schwedische Artillerie unter General Johan Gustafsson Banér weitgehend vernichtet. 1648 sprengten die Schweden die verbliebenen Teile. Erhalten blieben nur zwei Türme.
Im 19. Jahrhundert wurde der nordöstliche Turm zur Stadtwarte umgebaut, der südwestliche diente als Pulvermagazin. Der Bau einer Straße durch das Areal am Ende des 19. Jahrhunderts zerstörte weitere Teile der Anlage. Die letzte größere Rekonstruktion erfolgte 1973.
Beschreibung
Die Burg hatte einen rechteckigen Grundriss von etwa 50 × 65 Metern. In den Ecken standen massive Rundtürme mit bis zu 1,7 Meter starken Mauern. Der nordöstliche Turm, die sogenannte Schlikovka, diente als Batterieturm. Die Anlage war modern auf die Anforderungen der Artillerie abgestimmt.
Erneuerung
Heute ist der Zustand der Burg insgesamt unbefriedigend. Ein Turm gehört der Stadt Jáchymov, der andere befindet sich in Privatbesitz. Das Areal wird durch eine Straße und einen Telekommunikationsturm beeinträchtigt.
Fotogalerie: http://mipalfi.rajce.idnes.cz/Freudenstein/


