GEDENKSTÄTTE FÜR MARIE CURIE – SKŁODOWSKA
Einleitung
Anlässlich des hundertsten Geburtstages von Marie Curie-Skłodowska wurde die ursprüngliche Císařská-Allee symbolisch in Marie-Curie-Skłodowska-Allee umbenannt. Im Rahmen dieser Erinnerungsmaßnahmen entstand auch eine eigene Gedenkstätte für diese bedeutende Persönlichkeit der Weltwissenschaft.
Geschichte
Die feierliche Enthüllung fand am 6. November 1967 in Anwesenheit eines Vertreters der Polnischen Botschaft statt. Die Würdigung Marie Curie-Skłodowskas hatte nicht nur kulturelle, sondern auch symbolische Bedeutung und entsprach dem internationalen Kontext jener Zeit. Die Wahl dieser Wissenschaftlerin war naheliegend, da ihr Name untrennbar mit der Erforschung der Radioaktivität verbunden ist, die für die Region von besonderer historischer Bedeutung ist. In späteren Jahren erhielt die Allee wieder ihren ursprünglichen Namen, und die Gedenkstätte verschwand allmählich aus dem öffentlichen Raum.
Beschreibung
Aus der erhaltenen Fotografie geht hervor, dass es sich nicht um ein plastisch gestaltetes Denkmal, sondern um eine schlichte steinerne Gedenkstätte handelte, bestehend aus einem senkrechten Block auf einem niedrigen Steinsockel. Das Objekt befand sich am Rand des Weges in leicht abschüssigem Gelände. Die Oberfläche wirkt glatt bearbeitet und trug vermutlich eine Inschrift oder Gedenktafel, deren Text auf dem Foto jedoch nicht lesbar ist. Die gestalterische Lösung entspricht der zurückhaltenden Formensprache der späten 1960er Jahre.
Verschwinden
Der Urheber der Gedenkstätte sowie das genaue Datum ihrer Entfernung sind bislang nicht belegt. Es ist nicht bekannt, ob das Objekt zerstört, versetzt oder ohne weitere Dokumentation entfernt wurde. Heute ist im Gelände keine sichtbare Spur mehr vorhanden. Der einzige bekannte Nachweis ist eine historische Fotografie, die die Gedenkstätte in der damaligen Allee zeigt.


