GRUBE KLEMENT (GIFTKIES)
Einleitung
Die Grube Klement wurde nach 1947 im Elbachtal im Zuge der Uranerkundung angelegt. Der Schacht erreichte etwa 57 Meter Tiefe und wurde Mitte der 1950er Jahre durch einen Querschlag mit dem Schacht Nikolaj verbunden. Bedeutende Uranfunde blieben jedoch aus.
Geschichte
Der Schacht entstand an der Stelle der älteren Grube Giftkies, die zusammen mit einer Hütte bereits 1618 erwähnt wird. Hier wurde vor allem Arsenkies gewonnen, aus dem Arsen hergestellt wurde. Die Hütte stand zwischen den Stollen Wenzel und Schönerz unterhalb der Elbecker Försterei, im Bereich der heutigen Hütte Hájenka. Nebenprodukte waren Kupfer und später auch Kobalterze zur Herstellung von Kobaltblau.
1687 wurden Grube und Hütte von einer Unternehmergruppe aus Meißen erworben, die ein Monopol auf die Arsenproduktion besaß. Nach der Übernahme lieferte die Anlage mehr als die Hälfte des im Habsburgerreich benötigten Arsens. Die letzte bekannte Erwähnung der Hütte stammt aus dem Jahr 1771.
Beschreibung und heutige Bedeutung
Erhalten blieb vor allem der Hauptstollen Giftkies mit einer ungewöhnlichen mineralischen Auskleidung aus blauen, grünen und weißlichen Ausblühungen von Kupfer- und Eisenarseniaten sowie Tropfsteinbildungen aus Glockerit und Calcit. 2011 wurde hier durch Dr. Hloušek erstmals weltweit das sekundäre Uranmineral Agrikolait beschrieben. Die Lokalität besitzt daher sowohl bergbauhistorische als auch mineralogische Bedeutung.


