GRUBE ANTONÍN (ST. ANTONI EISENSTEINZECHE)
Einleitung
Die Grube Antonín, ursprünglich St. Antoni Eisensteinzeche genannt, lag im Eliáš-Tal im Bergrevier von Jáchymov. Sie war ein ungewöhnlicher Betrieb, da ihr Schwerpunkt auf der Förderung von Eisenerzen lag, die an Skarnkörper im Glimmerschiefer-Gebirge gebunden waren.
Geschichte
Das genaue Gründungsdatum ist unbekannt. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Grube von einer privaten Gewerkschaft betrieben, die etwa fünf Bergleute beschäftigte. Der Betrieb bestand aus zwei Schächten mit Tiefen von ungefähr 20 und 28 Metern. Die jährliche Förderung betrug etwa 1200 bis 1500 Tonnen Magnetit- und Hämatiterz. Laut einer Karte von 1842 befanden sich am Standort ein Zechenhaus sowie zwei kleinere Betriebsgebäude.
Beschreibung und heutiger Zustand
Die Lagerstätte war durch Skarnschichten mit einer Mächtigkeit von etwa 6 bis 20 Metern gekennzeichnet. In ihnen traten Magnetit sowie Hämatitlinsen von etwa 7 bis 30 Zentimetern Größe auf. Südlich der Grube trat der Skarn an die Oberfläche, sodass das Erz dort teilweise auch im Tagebau gewonnen wurde. Heute sind nur noch Geländespuren erhalten, vor allem der Rest eines Schachtes und eine Halde, die an den ehemaligen Bergbau erinnern.


