PATRIZIERHAUS NR. 11
Einleitung
Das Haus Nr. 11 zählt zu jenen Gebäuden, deren Wert nicht in reicher Dekoration, sondern in der Qualität ihrer Konstruktion liegt. Trotz der schlichten Fassade birgt es bedeutende Baustrukturen des 16. Jahrhunderts.
Geschichte
Der Renaissancekern entstand um 1540 während der wirtschaftlichen Blütezeit der Stadt. Das Gebäude wurde als straßenseitiges Bürgerhaus konzipiert. Im 19. Jahrhundert wurde es nach einem Brand instand gesetzt, wobei die grundlegende Struktur erhalten blieb.
Beschreibung
Es handelt sich um ein mehrgeschossiges Gebäude mit Satteldach. Die tragenden Wände bestehen aus Bruchstein- und Mischmauerwerk mit Kalkmörtel. Das Erdgeschoss ist gewölbt, während in den oberen Geschossen ursprünglich Holzbalkendecken verwendet wurden.
Die Fassade ist glatt und durch regelmäßige Fensterachsen gegliedert. Das bedeutendste Detail ist das steinerne Portal mit profiliertem Gewände, das zu den erhaltenen Originalelementen der Entstehungszeit zählt.
Disposition
Das Erdgeschoss diente betrieblichen und wirtschaftlichen Zwecken. Die Gewölbe erhöhten Brandsicherheit und Tragfähigkeit. Die Wohnräume befanden sich in den oberen Geschossen. Zum ursprünglichen Konzept gehörte auch ein rückwärtiges Wirtschaftsgebäude.
Denkmalwert
Haus Nr. 11 ist ein wichtiges Zeugnis der Bürgerarchitektur des 16. Jahrhunderts. Sein Wert liegt in der Authentizität der Konstruktion und der erhaltenen Renaissance-Disposition.


