PATRIZIERHAUS NR. 10
Einleitung
Das Haus Nr. 10 entstand um 1540 während der Blütezeit der Bergstadt. Es stellt ein überzeugendes Beispiel der Renaissance-Stadtarchitektur dar, die in späteren Jahrhunderten sensibel durch barocke und neuzeitliche Eingriffe ergänzt wurde.
Geschichte
Von Anfang an handelte es sich um ein repräsentatives Patrizierhaus. Im 18. Jahrhundert erhielt es einen markanten barocken Portalaufsatz. Im 19. Jahrhundert wurden Innenräume angepasst und ein Treppenhaus eingebaut. Teile des Erdgeschosses dienten traditionell gewerblichen Zwecken.
Beschreibung
Es handelt sich um ein zweigeschossiges Vorderhaus mit Satteldach. Die Fassade ist durch Gesimse horizontal gegliedert und mit Stuckquaderung versehen. Über dem rechteckigen Portal befindet sich ein barocker Aufsatz mit Muschelnische aus der Zeit um 1710. Das Obergeschoss weist sechs regelmäßig angeordnete Fenster mit profilierter Rahmung auf.
Innenraum
Der Grundriss als längsgerichteter Dreitrakt ist weitgehend erhalten. Renaissance-Kreuzgewölbe im Erdgeschoss, eine gewölbte Eingangshalle und eine originale Treppe im hinteren Bereich dokumentieren die Baugeschichte. Fragmente einer gemalten Renaissancefassade wurden bei Restaurierungsarbeiten freigelegt.
Denkmalwert
Das Haus Nr. 10 verbindet Renaissancekern, barocke Akzente und neuzeitliche Anpassungen zu einem wertvollen Zeugnis der städtischen Bauentwicklung.
Fotogalerie:
https://www.rajce.idnes.cz/mipalfi/album/jachymov-patricijsky-dum-cp-10


