DAS UNTERSUCHUNGSINSTITUT
Einleitung
Seit Beginn des Kurwesens in Jáchymov wurden drei Haupttherapieformen angewandt: Radiumbäder, Trinkkuren und direkte Bestrahlung mittels sogenannter „Kästchen“. Ab 1911 fanden diese Anwendungen im Kurgebäude (heute Agricola) statt, und zwar bis zum Jahr 1921.
Für die direkte Bestrahlung erwies sich das Gebäude jedoch als ungeeignet. Daher wurde bereits während des Ersten Weltkriegs mit dem Bau eines neuen Kurhauses begonnen, der jedoch kriegsbedingt unterbrochen wurde.
Bestrahlungspavillon
1921 wurde das Gebäude fertiggestellt und als Bestrahlungspavillon bezeichnet. Es entstand in unmittelbarer Nachbarschaft des Radiumlabors der Uranfarbenfabrik, was aufgrund der technologischen Voraussetzungen naheliegend war.
Der Bau mit einem Grundriss in Form eines antiken Amphitheaters diente sowohl Radiumbädern als auch der direkten Bestrahlung mit Radium. Die ursprüngliche Kapazität von acht Zimmern wurde später auf vierundzwanzig erhöht.
Das ganzjährig betriebene Gebäude verfügte über Zentralheizung, Telefon, elektrische Beleuchtung sowie Warm- und Kaltwasserversorgung – eine für die Zeit moderne Ausstattung.
Untersuchungsinstitut
In den 1930er Jahren wurde das Gebäude in Untersuchungsinstitut umbenannt, wodurch seine diagnostische Funktion betont wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt es den heutigen Namen Radiologisches und Untersuchungsinstitut.
Gegenwart
Heute befinden sich hier ein biochemisches Labor, ein radiologisches Labor sowie Untersuchungsräume. Das Gebäude erfüllt weiterhin eine wichtige medizinische Funktion im Rahmen des Kurwesens.


