AQUAZENTRUM AGRICOLA
Einleitung
Die neuen Bäder des Dr. Gottlieb, die zunächst im Haus des Bäckers Kühn betrieben wurden, reichten bald nicht mehr aus. Deshalb wurden in den Räumen der k. k. Uranfabrik zunächst sechs, später weitere vier provisorische Badekabinen eingerichtet. 1906 entschied das zuständige Ministerium über den Bau eines eigenständigen Kurgebäudes.
Das Gebäude wurde in den Jahren 1906–1911 nach dem Projekt des k. k. Hofbaumeisters Zotter errichtet. Am 1. Juli 1911 wurden die ersten sechs Kabinen eröffnet, am 22. Oktober 1911 wurde die Anstalt offiziell eingeweiht. Sie galt als erste staatliche Radiumtherapie-Anstalt ihrer Art weltweit. Der ursprüngliche Name lautete k. k. Kuranstalt für Radiumtherapie.
Geschichte
Das zweiflügelige Gebäude mit zentralem Atrium wurde über Leitungen mit den Štěp-Quellen versorgt. Es bot Bäder, Trinkkuren und Radiumbestrahlungen an. 1921 wurde die Bestrahlungstherapie eingestellt, da die Räume ungeeignet waren. Bereits zuvor war der Bau eines separaten Bestrahlungspavillons begonnen worden.
1928 wurden beide Flügel verlängert. Das Gebäude blieb bis in die 1970er Jahre weitgehend unverändert, ehe ein Anbau mit Turnhalle, Rehabilitationsbecken und Therapieräumen entstand.
Beschreibung
Das Gebäude verfügte über 42 Kabinen verschiedener Komfortklassen, Zentralheizung, elektrische Beleuchtung, Telefon, Gesellschaftsräume sowie medizinische Labors. Es stellte einen technisch modernen Staatsbau dar.
Erneuerung
Nach einem Bedeutungsverlust wurde das Nutzungskonzept grundlegend geändert. Heute beherbergt das Gebäude unter anderem ein Fitnesszentrum, eine Salzgrotte, Wellness- und Kryotherapieräume. 2011 erfolgte die Umbenennung in Aquazentrum Agricola anlässlich des hundertjährigen Bestehens.
Fotogalerie: http://mipalfi.rajce.idnes.cz/Lazenska_budova_-_Agricola/


