TOMÁŠ GARRIGUE MASARYK (1850–1937)
Leben
Tomáš Garrigue Masaryk wurde am 7. März 1850 in Hodonín geboren. Er studierte an Gymnasien in Brünn und Wien und anschließend Philosophie an der Universität Wien.
1881 habilitierte er sich und wurde Privatdozent für Philosophie. Nach der Teilung der Prager Universität im Jahr 1882 wurde er außerordentlicher Professor an der tschechischen Universität in Prag und 1897 ordentlicher Professor der Karls-Universität.
Politische Tätigkeit
Schon in der Zeit der Habsburgermonarchie engagierte sich Masaryk politisch. In den Jahren 1891–1893 sowie 1907–1914 war er Abgeordneter im Reichsrat in Wien.
1900 gehörte er zu den Mitbegründern der Tschechischen Volkspartei, die ab 1905 als Tschechische Fortschrittspartei bekannt war.
Während des Ersten Weltkrieges ging Masaryk ins Exil und wurde zur führenden Persönlichkeit des tschechoslowakischen Auslandswiderstandes. Gemeinsam mit Edvard Beneš und Milan Rastislav Štefánik setzte er sich diplomatisch für die Gründung eines unabhängigen tschechoslowakischen Staates ein.
Präsident der Republik
Nach der Gründung der Tschechoslowakei im Jahr 1918 wurde Masaryk zum ersten Präsidenten gewählt. In dieses Amt wurde er erneut in den Jahren 1920, 1927 und 1934 gewählt.
Am 14. Dezember 1935 trat er aus gesundheitlichen Gründen zurück.
Masaryk in Joachimsthal
Masaryk besuchte Joachimsthal insgesamt siebenmal. Seine Aufenthalte standen vor allem im Zusammenhang mit Kuraufenthalten in den dortigen Radiumbädern.
Am 7. März 1930 feierte er im Radium-Palast seinen achtzigsten Geburtstag.
Tod
Tomáš Garrigue Masaryk starb am 14. September 1937 in Lány.


