OTTO HAHN (1879–1968)
Leben
Otto Hahn wurde am 8. März 1879 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte Chemie an den Universitäten Marburg und München, wo er promovierte. Nach dem Studium arbeitete er im Ausland – zunächst in London im Labor von William Ramsay und später in Kanada bei Ernest Rutherford. Dort begann er sich intensiv mit der Erforschung der Radioaktivität zu beschäftigen.
Nach seiner Rückkehr nach Deutschland arbeitete er in Berlin am Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie. Gemeinsam mit der Physikerin Lise Meitner und dem Chemiker Fritz Strassmann erforschte er radioaktive Elemente und deren Zerfallsprodukte.
Entdeckung der Kernspaltung
Im Jahr 1938 stellten Hahn und Strassmann bei ihren Experimenten fest, dass beim Beschuss von Uran mit Neutronen leichtere Elemente entstehen. Dieses Phänomen wurde später als Kernspaltung erklärt und bildet eine der Grundlagen der modernen Kernphysik.
Für diese Entdeckung erhielt Otto Hahn im Jahr 1944 den Nobelpreis für Chemie.
Hahn und Joachimsthal
Otto Hahn besuchte Joachimsthal im Zusammenhang mit einem wissenschaftlichen Treffen und einem Fachprogramm über Radioaktivität und deren Anwendung im Kurwesen. Er kam gemeinsam mit dem tschechoslowakischen Physiker František Běhounek, der zu den bedeutenden Vertretern der tschechoslowakischen Atomphysik gehörte.
Tod
Otto Hahn starb am 28. Juli 1968 in Göttingen.


