MARTIN LUTHER (1483–1546)
Leben
Martin Luther wurde am 10. November 1483 in Eisleben in Sachsen geboren. Er studierte an der Universität Erfurt, wo er zunächst eine Ausbildung in den freien Künsten erhielt und anschließend Theologie studierte.
Im Jahr 1505 trat er in das Augustinerkloster ein und wurde Mönch des Augustinerordens. Später wirkte er als Professor der Theologie an der Universität Wittenberg.
Konflikt mit der katholischen Kirche
Luther geriet vor allem durch seine Kritik am Ablasshandel in Konflikt mit der katholischen Kirche. Im Jahr 1517 veröffentlichte er seine berühmten 95 Thesen in Wittenberg.
Seine Kritik führte zu einem offenen Streit mit der päpstlichen Kurie. 1518 wurde er als Ketzer verurteilt und 1521 auf dem Reichstag zu Worms für vogelfrei erklärt.
Trotzdem verbreiteten sich seine Ideen rasch und fanden Unterstützung bei zahlreichen deutschen Fürsten sowie in der Bevölkerung.
Übersetzung der Bibel
Zu Luthers bedeutendsten Leistungen gehört die Übersetzung der Bibel ins Deutsche. Diese Übersetzung hatte großen Einfluss nicht nur auf das religiöse Leben, sondern auch auf die Entwicklung der deutschen Sprache.
Die Lutherbibel wurde zur Grundlage der modernen deutschen Schriftsprache.
Luther und der Bauernkrieg
In den Jahren 1524–1526 kam es im Heiligen Römischen Reich zu großen Bauernaufständen. Einige der Forderungen der Bauern wurden von Luthers Gedanken beeinflusst.
Luther selbst stellte sich jedoch gegen den gewaltsamen Verlauf der Aufstände und unterstützte schließlich die Fürsten gegen die Rebellen.
Luther und Joachimsthal
Nach einigen späteren Überlieferungen soll Luther auf einer Reise nach Böhmen auch Joachimsthal besucht haben, wo er Unterstützung für die Bauernaufstände in Deutschland gesucht haben soll.
Dieser Besuch gilt jedoch als unsicher. Auch der Joachimsthaler Chronist und Luther-Schüler Johannes Mathesius erwähnt ihn nicht.
Tod
Martin Luther starb am 18. Februar 1546 in Eisleben.


