JOSEPH II. (1741–1790)
Leben und Herrschaft
Joseph II. wurde am 13. März 1741 in Wien als Sohn von Kaiserin Maria Theresia und Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen geboren. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1765 wurde er zum römisch-deutschen Kaiser gewählt und regierte gemeinsam mit seiner Mutter.
Nach dem Tod Maria Theresias im Jahr 1780 übernahm er die alleinige Regierung über die Habsburgermonarchie.
Reformen
Joseph II. gilt als einer der wichtigsten Vertreter des aufgeklärten Absolutismus. Während seiner Herrschaft führte er zahlreiche Reformen durch, die auf eine Modernisierung und Zentralisierung der Monarchie zielten.
Zu den bedeutendsten gehörte das Toleranzpatent von 1781, das nichtkatholischen christlichen Konfessionen eine begrenzte Religionsfreiheit gewährte. Im selben Jahr erließ er auch das Patent zur Aufhebung der Leibeigenschaft.
Weitere Reformen betrafen Verwaltung, Justiz, Steuerwesen und Militär. Joseph II. versuchte außerdem, den Einfluss der Kirche auf das gesellschaftliche Leben zu beschränken und sie stärker unter staatliche Kontrolle zu stellen.
Joseph II. in Joachimsthal
Während seiner Reisen durch die Habsburgermonarchie besuchte Joseph II. auch Joachimsthal. Er hielt sich hier zweimal auf, in den Jahren 1766 und 1779.
Zu seinen Ehren wurde das Bergwerk Helena Huber in Schacht Joseph II. umbenannt, heute bekannt als Josefka. Auch die Allee auf dem Türkenberg (Strážný, volkstümlich „Klobouk“ genannt) erhielt den Namen Kaiserallee.
Tod
Joseph II. starb am 20. Februar 1790 in Wien.


