JOSEF MOCKER (1835–1899)
Leben und architektonische Tätigkeit
Josef Mocker wurde am 22. November 1835 geboren. Er gehört zu den wichtigsten tschechischen Architekten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und gilt als einer der Hauptvertreter des neugotischen Restaurierungspurismus.
Seine Arbeit konzentrierte sich vor allem auf die Restaurierung mittelalterlicher Bauwerke, die er im Stil der Neugotik umgestaltete. Dadurch prägte er das Erscheinungsbild zahlreicher historischer Denkmäler.
Zu seinen bekanntesten Projekten gehören die Vollendung des Veitsdoms auf der Prager Burg, die Restaurierung der Karlsbrücke mit ihren Brückentürmen sowie die Wiederherstellung des Pulverturms in Prag. Er beteiligte sich auch an der Restaurierung der Altneu-Synagoge und mehrerer Prager Kirchen, etwa der Kirche St. Peter und Paul oder St. Apollinaris.
Josef Mocker entwarf außerdem mehrere neue Kirchenbauten, darunter die Kirche St. Ludmila in Prag-Vinohrady und die Kirche St. Prokop in Prag-Žižkov.
Tätigkeit in St. Joachimsthal
Mit St. Joachimsthal ist Josef Mocker vor allem durch die Ausarbeitung der Pläne für die heutige Gestalt der Dekanatskirche St. Joachim verbunden. Seine Entwürfe folgten dem neugotischen Stil und prägten das heutige Erscheinungsbild dieses bedeutenden Bauwerks der Stadt.
Weitere bedeutende Bauwerke
Neben den Prager Denkmälern war Josef Mocker auch an Restaurierungen und Bauprojekten außerhalb Prags beteiligt.
Dazu gehören unter anderem der Stephansdom in Wien, die Kathedrale St. Bartholomäus in Pilsen, die Kirche St. Barbara in Kuttenberg sowie die Kirche Mariä Himmelfahrt in Aussig an der Elbe.
Außerdem beteiligte er sich an der Restaurierung bedeutender Burgen wie Karlstein, Konopiště und Křivoklát.
Tod
Josef Mocker starb am 15. November 1899.


