JOHANN WOLFGANG VON GOETHE (1749–1832)
Leben
Johann Wolfgang von Goethe wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte Rechtswissenschaften in Leipzig und später in Straßburg. Bereits in jungen Jahren wurde er zu einer der führenden Persönlichkeiten der literarischen Bewegung Sturm und Drang.
Aus dieser Zeit stammen unter anderem das Gedicht Prometheus sowie der Briefroman Die Leiden des jungen Werthers, der zu den bekanntesten Werken der europäischen Literatur des 18. Jahrhunderts gehört.
1775 trat Goethe in den Dienst des Herzogs Karl August von Sachsen-Weimar und ließ sich in Weimar nieder. Neben seiner literarischen Tätigkeit widmete er sich auch der Verwaltung, der Wissenschaft und naturwissenschaftlichen Forschungen.
Italienreise und Weimarer Klassik
Ein entscheidender Einfluss auf seine Entwicklung war seine Italienreise in den Jahren 1786–1788. Dort lernte er die antike Kultur und humanistische Ideale kennen, die seine spätere Literatur stark prägten.
Zu dieser Phase gehören unter anderem die Römischen Elegien sowie die Dramen Iphigenie auf Tauris und Torquato Tasso.
Die Zusammenarbeit mit Friedrich Schiller gilt als Höhepunkt der sogenannten Weimarer Klassik. In dieser Zeit entstanden unter anderem die Romane Wilhelm Meisters Lehrjahre und Wilhelm Meisters Wanderjahre.
Faust und Spätwerk
An seinem Hauptwerk Faust arbeitete Goethe fast sechzig Jahre. Der erste Teil erschien 1808, der zweite Teil wurde erst nach seinem Tod im Jahr 1832 veröffentlicht.
Zu seinen späten Werken gehören außerdem der West-östliche Divan sowie die berühmten Marienbader Elegien.
Goethe in Joachimsthal
Goethe interessierte sich auch intensiv für Naturwissenschaften, insbesondere für Mineralogie, Geologie und Bergbau.
Während eines Aufenthalts in Karlsbad besuchte er 1785 gemeinsam mit seinem Freund Friedrich Schiller auch Joachimsthal. Dort fuhr er in die Grube Svornost ein, um das geologische und montanhistorische Umfeld der Stadt kennenzulernen.
Tod
Johann Wolfgang von Goethe starb am 22. März 1832 in Weimar.


