FRANZ KRÁSENSKÝ SJ (1925–2005)
Leben und Berufung
P. Franz Krásenský SJ wurde am 15. August 1925 in Bystřice nad Perštejnem geboren. Er besuchte das Gymnasium in Velehrad und Bohosudov. Während seines Studiums in Velehrad trat er 1942 in das Noviziat der Gesellschaft Jesu ein. Seine ersten Ordensgelübde legte er am 15. August 1944 in Velehrad ab.
Anschließend studierte er Philosophie in Velehrad und später in Brünn. Während seiner Tätigkeit an der Kirche St. Ignatius in Prag wurde er im April 1950 im Rahmen der Maßnahmen des kommunistischen Regimes gegen Ordensgemeinschaften in Bohosudov interniert.
Nach seiner Freilassung leistete er den Militärdienst bei den sogenannten Technischen Hilfsbataillonen (PTP) in Hájniky bei Zvolen. Während dieser Zeit wurde er am 15. August 1951 in Rajhrad heimlich von Bischof Pavel Hnilica zum Priester geweiht. Nach dem Militärdienst arbeitete er im Unternehmen ČKD in Prag.
Tätigkeit in St. Joachimsthal
Seine Verbindung zu St. Joachimsthal begann 1974, als er hier regelmäßig Messen zu feiern begann. Ein Jahr später zog er dauerhaft in die Stadt. Mit Ausnahme der Jahre 1990 bis 1992, als er als Rektor und Superior des Hauses St. Ignatius in Prag wirkte, blieb er hier bis zu seinem Tod.
In St. Joachimsthal wurde er zu einer wichtigen geistlichen Persönlichkeit und setzte sich zugleich unermüdlich für die Rettung der örtlichen kirchlichen Denkmäler ein. Für seine Verdienste um die Rettung der Kirche in Schönwald wurde er von Kardinal František Tomášek zum persönlichen Erzdechanten von St. Joachimsthal ernannt.
Rettung kirchlicher Bauwerke
P. Krásenský trug entscheidend zur Rettung mehrerer Kirchengebäude in der Region bei.
In Schönwald rettete er die Kirche St. Peter und Paul aus dem 17. Jahrhundert, die am 23. Juni 1982 ausgebrannt war. Obwohl bereits ein Abrissbeschluss vorlag, gelang es ihm, das Gebäude zu erhalten. Die Kirche wurde am 7. November 1987 in Anwesenheit von Kardinal František Tomášek erneut geweiht.
In Gottesgab beteiligte er sich an der Wiederherstellung des ehemaligen Pfarrhauses, das nach 1948 verstaatlicht und von den Uranbergwerken als Unterkunft genutzt worden war. Nach 1989 wurde das Gebäude restituiert und von P. Krásenský zu einer Unterkunft umgebaut.
Auch die Kirche St. Anna befand sich Ende der sechziger Jahre in einem sehr schlechten Zustand und sollte abgerissen werden. Während seiner Tätigkeit in St. Joachimsthal reparierte P. Krásenský provisorisch das Dach und sicherte das Gebäude.
In St. Joachimsthal selbst initiierte er die Renovierung der Dekanatskirche, die 1992 abgeschlossen wurde. Durch öffentliche Sammlungen gelang es ihm, etwa eine halbe Million Kronen für neue Glocken zu sammeln. Die feierliche Weihe der Glocken und der Kirche nahm der Prager Weihbischof Franz Václav Lobkowicz vor.
Auch die Kapelle des heiligen Johannes Nepomuk war zum Abriss bestimmt. Trotz zugemauerter Eingänge setzte Erzdechant Krásenský 1987 ihre grundlegende Renovierung durch.
Tod und Erinnerung
P. Franz Krásenský starb nach schwerer Krankheit am 21. März 2005 in St. Joachimsthal. Die letzte Verabschiedung der Stadt von ihrem langjährigen Priester fand am 31. März unter Teilnahme des Pilsner Bischofs František Radkovský statt.
Er ist auf dem Friedhof Na Malvazinkách in Prag begraben.


